Das richtige Umfeld: Die Menschen, die an Dich glauben
- Dr. Christian Boris Brunner - Dein Brand Buddy für Markenaufbau
- 22. Juli
- 6 Min. Lesezeit

Es fühlt sich selten gut an: Arbeitslos sein oder von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein. Eigentlich kein schöner Startpunkt für etwas Neues. Und doch habe ich es oft in der Gründer:innen-Szene oder bei Selbstständigen immer wieder erlebt: Genau dieser Punkt - an dem der alte Job wegfällt und die Zukunft offen ist - wird für viele zum Dreh- und Angelpunkt. Nicht, weil Krisen automatisch Chancen sind. Sondern weil sie Dich zwingen, Dinge neu zu denken, die Du Dir vorher nie zugetraut hättest. Selbständigkeit ist eine dieser Möglichkeiten.
Es zählt nicht, was Du alles früher erreicht hast, wie viele Jahre Berufserfahrung Du hattest, welche Zeugnisse Du vorweisen kannst oder wie groß Deine Erfolge im Job waren. Du startest bei Null! Was zählt ist, ob Du eine konkrete Zielgruppe verstehst, ihnen Mehrwert bietest und sie Vertrauen zu Dir und Deiner Expertise aufbauen. Du startest quasi wieder neu: An Tag 1!
Ob dann aus dieser neuen Chance tatsächlich ein tragfähiges Businesskonzept wird, entscheidet sich aber nicht nur an Deiner Idee oder Deiner Leidenschaft. Es entscheidet sich sehr stark an einem zentralen Faktor, den viele Gründer:innen unterschätzen. Und dieser ist oft entscheidend ob Du nicht 1 oder 2 Jahre selbständig bist, sondern langfristig: Es ist Dein Umfeld.
Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst
Du kennst vielleicht den Satz: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst.“ Er stammt ursprünglich aus dem Motivations- und Coaching-Kontext von Jim Rohn, aber er trifft den Kern: Menschen übernehmen unbewusst Einstellungen, Werte und Gewohnheiten anderer Menschen in ihrem nahen Umfeld. Und diese Menschen haben einen großen Einfluss auf dein eigenes Selbstbild. Auf Deinen Glauben an Dich, Dein Selbstbewusstsein und Deine inneren Überzeugungen.
Wirst Du gestärkt in Deinem Handeln, dann wird Dein Dran immer größer dran zu bleiben. Du wächst mit Deinen Aufgaben. Hörst Du ständig ein “das geht nicht” oder wird nur über das Risiko einer Selbständigkeit fokussiert, dann schwächt es Deinen Glauben an den Erfolg. Dein Umfeld kann Dich positiv puschen und Dir Mut machen. Oder umgekehrt ZWeifel streuen, die Deine Energie hemmen.
Wenn Du gerade überlegst, Dich selbständig zu machen, ist das sehr relevant für Dich. Denn die Menschen in Deinem Umfeld werden auf zwei Arten auf Deine Entscheidung reagieren: Manche werden Dich bestärken. Andere werden - oft aus Sorge und unserem Sicherheitsdenken heraus - Zweifel säen. „Ist das nicht zu riskant?“ „Hast Du schon einen Plan B?“ „Kannst Du davon wirklich leben?”
Nein. Diese Sätze sind nicht per se falsch. Aber wenn Du sie zu oft um Dich herum hörst, können sie Dich lähmen, bevor Du überhaupt richtig gestartet bist. Umgekehrt können ermutigende Worte und Menschen mit der Einstellung “Es könnte ja gut werden!” Dich zu absoluter Motivation bewegen.
Zwischen Passion und Realität: Warum Du beides brauchst
Hier liegt die eigentliche Kunst beim Aufbau Deines Businesses und dem richtigen Umfeld: Du brauchst nicht nur Rückenwind. Du brauchst eine Balance aus zwei Dingen, die sich auf den ersten Blick widersprechen.
Menschen, die an Deine Idee glauben
Der Sprung in die Selbständigkeit kostet erstmal viel Energie. Und diese Energie schöpfst Du auch aus Menschen, die an Dich und Deine Idee glauben, wenn Du selbst mal Tiefen hast. Diese Begeisterung, dieses „Ich glaube an das, was Du machst“ ist kein netter Nebeneffekt – es ist ein echter Erfolgsfaktor. Studien zur Gründungsmotivation zeigen immer wieder: Soziale Unterstützung ist einer der stärksten Treiber dafür, ob eine Gründung überhaupt durchgezogen wird.
Menschen, die Dir die Realität vor Augen halten
Immer wieder erlebe ich, wie Gründer:innen zu echten Unternehmer:innen werden. Ich sehe, dass ihr Umfeld kein Zufall ist. Sie haben sich aktiv Communities gesucht, Netzwerke aufgebaut. Genauso kannst Du zu Beginn Deines Business genau das Umfeld aktiv aufbauen und gestalten, das Dich unterstützt, aber gleichzeitig auch realistische Einschätzungen gibt, damit Du nicht voller Euphorie an Deine Businessidee die Realität übersiehst - vielleicht ein Produkt entwickelst ohne es zuvor bei echten Kund:innen validiert zu haben..
Ein paar Ansatzpunkte, die sich bei vielen Gründer:innen in meinem eigenen Umfeld bewährt haben:
Sprich offen mit den Menschen in Deinem engsten Kreis über Deine Pläne - aber wähle bewusst aus, wessen Meinung Du in welcher Phase einholst. Nicht jede Rückmeldung ist in jedem Moment hilfreich. Wähle ebenso bewusst aus, welchen Menschen Du nichts von Deiner Businessidee erzählst, weil Du weißt, dass sie nur Risiko sehen und/oder selbst nie gegründet haben. Sie können Dir wenig weiterhelfen.
Suche gezielt den Kontakt zu anderen Gründer:innen und solchen Menschen, die schon einen Schritt weiter sind als Du - die den Weg in die Selbständigkeit schon gegangen sind. Netzwerke, Gründer:innen-Stammtische oder Community-Formate ersetzen ein professionelles Coaching nicht, aber sie ergänzen es. Sie zeigen Dir: Du bist nicht allein!
Führe bewusst Gespräche mit potenziellen Kund:innen, statt nur im eigenen Kopf zu planen. Diese Gespräche sind wertvolle Realitätschecks. Manchmal ziemlich unbequem oder frustrierend. Aber sie bewahren Dich davor Frust zu haben, wenn Dein Produkt schon fertig ist und kein Mensch es kauft. Weil Du einfach am Markt vorbei entwickelt hast.
Hol Dir eine Person an die Seite, die weder emotional zu nah noch fachlich fern ist: eine Mentorin, einen Coach, jemanden mit Erfahrung in Existenzgründungen, der Dir sowohl Mut macht als auch ehrliches Feedback gibt.
Wenn Dein Umfeld (noch) nicht mitzieht
Oftmals werden junge Selbständige gebremst - gerade dann wenn sie viel Energie & Motivation in eine neue Lebenssituation stecken. Schon öfters erzählten mir Gründer:innen, wie Angehörige, Bekannte, Familie und Freunde gut gemeinte Ratschläge geben - auch wenn sie selbst nicht selbständig sind und eigentlich keine Ahnung haben, wie sich das anfühlt, wie die reale Situation ist. Sie sehen erstmal nur eins: Unsicherheit. Tausche Dich deshalb bewusst mit denjenigen Menschen aus, die den Schritt ins eigene Business schon gegangen sind. Und die Realität kennen.
Genau das ist einer der Gründe, warum ich ein strukturiertes Existenzgründungscoaching und den Aufbau des eigenen Umfelds für so wertvoll halte: Es gibt Dir einen Raum, in dem Deine Idee ernst genommen wird - und gleichzeitig ehrlich und fachkundig hinterfragt wird. Und Du ebenso ein Umfeld aufbauen kannst, das realistisch Dir einen Einblick gibt. Selbständigkeit wird damit kein Trial & Error-Prozess nach dem Zufallsprinzip, sondern ein System.
Häufige Fragen zum Thema Umfeld & Existenzgründung
Muss ich mein privates Umfeld informieren, bevor ich mich selbständig mache?
Nein, das musst Du nicht. Es kann aber helfen, Dir früh bewusst zu machen, wessen Meinung Dir in welcher Phase wichtig ist – und wessen Zweifel Du bewusst einordnest, statt Dich davon ausbremsen zu lassen. Umgekehrt erlebe ich immer wieder Gründer:innen, die bewusst ihr Umfeld von Überlegungen heraus halten, damit nicht das Risiko und die Angst vor einer Grünung im Fokus stehen. Sondern die Idee selbst!
Was, wenn ich niemanden kenne, der schon selbständig ist?
Eine häufige Frage. Ein Existenzgründungscoaching ist ein erster Schritt und hilft Dir ein Netzwerk aufzubauen. Neben der fachlichen Begleitung eines Existenzgründungscoachings geht es um Mindset-Arbeit, Netzwerk-Aufbau und die Etablierung neuer Gewohnheiten, bei denen Dein Umfeld sowie der Zugang zu einer Gründungs-Community zentral sind.
Wie finde ich heraus, ob meine Idee wirklich trägt, statt nur auf Zuspruch zu vertrauen?
Über strukturierte Marktanalysen, Gespräche mit potenziellen Kund:innen, die Analyse zentraler Painpoints und das Aufzeigen möglicher Customer Journey, samt einer fachkundigen Einschätzung - Tools und Werkzeuge, die genau in einem Existenzgründungscoaching vermittelt werden.
Lerne, Dein Umfeld gezielt für Deinen Start zu nutzen
Bisher habe ich seit mehr als fünf Jahren über 250+ Gründer:innen in Seminaren, 1:1 Coachings und Workshops betreut. Mit meinem Angebot “START YOUR BUSINESS”, das sich an Existenzgründer:innen (u.a. mit AVGS-Förderung) richtet, arbeiten wir genau an diesem Zusammenspiel: an Deiner Motivation und Deinem unternehmerischen Mindset, an der konkreten Markt- und Kund:innen-Analyse, an echten Gesprächen mit Deiner Zielgruppe, um eine User Persona zu entwickeln, an Deinem Marketing & Vertrieb, einer Produkttreppe und einem sinnvoll abgeleiteten Sales Funnel sowie Deinem Business- und Finanzplan. Darin enthalten ist auch Mindset-Arbeit, zu der für mich auch die Gestaltung Deines eigenen Umfelds gehört. Ein Umfeld, das Dich wirklich weiterbringt - sowohl fachlich als auch persönlich.
Mein Existenzgründungscoaching "START YOUR BUSINESS" ist für Dich einem gültigen AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zu 100 % kostenfrei. Wir arbeiten gemeinsam an Deiner Gründungsidee - zeitlich und örtlich flexibel. Darüber hinaus hast Du ebenso die Möglichkeit, eine Tragfähigkeitsbescheinigung am Ende erhalten.
Ich freu mich auf Dich!

... und bitte denke daran: Es könnte ja gut werden!
